vendredi 29 juin 2007

Tag 11 - Anisette



Sophia und ich haben uns gedacht, dass wir Anisette und Padan gemeinsam auf den Putzplatz stellen, damit Anisette ruhiger ist. Das hat so lange gewirkt, bis Padan zur Arbeit auf den kleinen Platz ging, ab da war Anisette total unruhig. Ich hab sie dann schließlich abgebunden und gehalten, ihr den Kopf gekrault, verschiedene TTOUCHes probiert. Ich denke, die Tigerkralle hat sie erreicht...
Bei der Arbeit im kleinen Viereck war sie wie ausgewechselt. Sie hat den Schweif gehoben, teilweise wie eine kleine "Araber-Prinzessin". Mir ist der Atem gestockt ob ihrer Anmut und Eleganz. Und noch mehr ob ihrer Intelligenz. Anisette hat begriffen, dass man auch im Schritt gehen kann, und die Wechsel vom Schritt zum Trab und umgekehrt möglich sind. Und der wunderbarste Moment: ich nehme die Peitsche von der rechten Hand unter den linken Arm, sie bleibt stehen, wendet sich mir zu und dreht sich dann ganz auf die andere Hand. Ich dachte, die Welt bleibt stehen! Dieses wunderbare Pferd!!!
Leider war der Abschluss ein bisschen getrübt dadurch, dass ein anderes Pferd an uns vorbeigeführt wurde , wodurch sie, obwohl sie schon ruhig stand, wieder ganz aufgeregt hin und her rannte. Ich hab sie dann aber abfangen und wieder beruhigen können, was mich sehr freut.
In der Box hab ich noch ihre Mähne entzottelt. Jetzt sieht die Mähne zwar nicht mehr sooooo schön aus, aber immerhin sind die Knoten weg! Und das wächst ja auch wieder! So lang ich mit der Mähne nur nicht ihr Gelerntes abgeschnitten habe... ;-)

Tag 11 - Mira


Mira, mein Mira!

Beinahe das Glück der Pferde – der Reiter auf der Erde!!!

Aber langsam. Mira ist beim Freilauf im kleinen Viereck wieder sehr schön gegangen: Er wartet richtig auf das kleinste Signal, um traben zu können. Teilweise verfällt er in einen leichten Galopp; man sieht ihm einfach die Freude an der Bewegung an. Er schüttelt auch viel seinen Kopf, als ob er sich den Nacken / Hals befreit... er schnaubt und schnaubt, und hat auch einen Huster. Es ist immer wieder herrlich, zu bemerken, wie sehr er auch auf mich mit meinen Zeichen achtet. Beim Reiten war mein erstes übliches Zeichen: „Wenn du jetzt nicht zum großen Viereck gehst, gibt es großen Ärger.“ Das Problem hatten wir, seit ich im großen Viereck reite mit ihm. Er will unbedingt das Viereck rechts liegen lassen... Aber sobald er ein mal drauf ist, läuft er darin klasse... naja. Heute eingeschränkt. Wir haben heute das ganze Viereck genutzt, da es überall trocken war, keine Pfützen, die ihm Unwohlsein bereiten. Aber, das Monster ist umgezogen! In die Ecke genau schräg gegenüber. Da muss ein Bus gehalten haben, und Leute sind ausgestiegen und haben sich unterhalten. Anschließend hörte man aus dieser Ecke komische Geräusche, wie Sprühen aus Spraydosen, oder auch wie wenn Pflanzen gesprengt werden... Auf jeden Fall ist er, je näher wir der Ecke kamen, immer schneller geworden, und hat dann auch immer wieder versucht, auszubrechen, mindestens den Hufschlag zu verlassen, wenn nicht gleich richtig eine Kurve schlagen und entgegengesetzt los. Das hat mich ein mal so aus dem Gleichgewicht gehauen, dass ich wirklich dachte, jetzt kommt mein erster „Abstieg“ hier. Ich konnte den dann doch noch verhindern. Und ich habe diese Ecke dann mit ihm bewusst geübt. Erst viel Schritt, dann wieder im Trab. Es ist besser geworden, aber er war bis zum Schluss bei dieser Ecke mit seiner Aufmerksamkeit nicht bei mir, sondern irgendwo hinter der Ecke. Wenn man davon absieht, lief es gut. Ich konnte üben, meine Beine angelegt zu lassen. Hat natürlich auch nicht immer geklappt, aber schon so, dass ich optimistisch bin. Ich habe ja noch Zeit hier!
Ich habe Mira nachträglich auch noch mal Freilauf gegönnt, er lief ganz toll und locker, die Ecke scheint sich also nicht negativ auf ihn und seine Muskeln ausgewirkt zu haben!


Tag 11 - Secret Taboo

Mit Secret Taboo habe ich heute an der halblangen Longe gearbeitet. Auch sie hatte ich viel zu sehr getrieben. Ich glaube, ich habe was verwechselt, bzw falsch gleichgesetzt. Ich hab immer – also die letzten Tage – gedacht, ich kann das rechte Hinterbein unter den Schwerpunkt bringen, indem ich das Pferd in einen schnellen Schritt bringe. Das ist falsch, denn dann läuft das Pferd möglicherweise nicht mehr in seinem Takt, und damit ist es aus dem Takt und kann nicht vernünftig und sicher laufen. Ich habe also versucht, den Anja-Takt für mich zu behalten, und ich bin der Meinung, sie ist dann auch in ihren Takt gekommen, denn sie lief dann bedeutend langsamer! Sie hat lieb mit mir mitgearbeitet.

Tag 11 - Pinocchio



Ich hatte heute verschiedene Themen, die mich bei der Arbeit mit Pinocchio beschäftigt haben. Zum einen mein Sitz, da v.a. meine Beine. Ich habe auf Videos gesehen, dass die berühmte Falllinie bei mir so gar nicht vorhanden war... Außerdem, aber das war mir noch mehr bei Mira aufgefallen, halte ich meine Unterschenkel ziemlich wackelig und spreize sie sehr ab im Trab. Ich habe also versucht, bei meiner Arbeit mit Pinocchio v.a. auf meine Unterschenkel zu achten. Das hat wohl leider dazu geführt, dass ich plötzlich seine Schiefe mit meinem Kopf imitiert habe. Pferd und Reiter imitieren sich gegenseitig, deshalb sollte der Reiter einen korrekten Sitz haben, denn so beeinflusst er das Pferd positiv... das ging wohl daneben bei mir. Hinzu kommt, dass ich heute zum ersten Mal dann doch leichte Schmerzen beim Traben hatte. Ich habe seit dem Morgen nach meinem ersten Trab leichtes Ziehen in meinen Leistenbändern. Das hatte ich vergessen, im Blog zu schreiben, weil es mich höchstens beim Aufsteigen gezwickt hat, ansonsten nur ganz selten mal bei bestimmten Bewegungen. Heute hab ich im Trab spontan „aua“ gedacht, die Leistenbänder haben so richtig intensiv gezwickt... kurz darauf zwickte noch was im Unterrücken. Das war zum Glück nur ein mal ganz kurz, ich muss eine blöde Bewegung beim Antraben gemacht haben. Das hat dazu beigetragen, dass ich heute weniger intensiv getrabt bin... Im Trab stört mich ganz massiv, das ich immer weiter mit dem Gesäß nach hinten rutsche. Wenn ich wieder im Schritt bin, setze ich mich erst wieder zurecht, ordne die Zügel neu... Ich muss irgendwie Ruhe reinbringen, den Punkt merken, an dem ich nach hinten rutsche, um dann entgegenwirken zu können...
Des weiteren ging es bei allen Pferden noch mal um das Thema „treiben“. Ich treibe die Pferde sehr vorwärts, schon weniger, als zu Beginn, aber offensichtlich immer noch zu stark. Das führte heute dazu, dass Frau Sander zu mir sagte, das Pferd gehe nicht in seinem eigenen Takt, sondern in dem Anja-Takt! Ich habe also versucht, noch weniger treibend auf die Pferde, in diesem Post also: auf Pinocchio einzuwirken. Er läuft dann doch in einem anderen Takt als ich gefordert hatte!


mercredi 27 juin 2007

Tag 10 - Bilder vom Freilauf mit Anisette





Tag 10 - Anisette

Anisette hat heute gelernt, wie sich Langeweile anfühlt, wenn man angebunden ist! Das war so nicht geplant, aber ich habe Sophia beim Arbeiten mit Padan in der Nachbarbox beobachtet, und das ging auf Kosten der Bespaßung von meiner Ani! Aber sie hat mir verziehen!
Ich bin heute wieder einen Schritt weitergegangen. Ich habe sie auf dem kleinen Platz frei laufen lassen. Hin hab ich sie wieder von rechts geführt. Obwohl ihre Freunde schon alle auf dem Sandplatz waren, wollte sie plötzlich nicht mehr aus der Box, geschweige denn laufen. Sie lief dann zwar doch, aber hat sich immer mehr reingesteigert, immer aufgeregter geatmet...
In dem kleinen Viereck ging sie viel besser als beim ersten Mal. Sie trabte so schön, dass ich ganz ergriffen war. Sie hat ihren Schweif wunderschön gehoben, und ist ganz locker getrabt. Nichts von der Panik, die sie beim ersten Mal hatte. Auf der rechten Hand hatten wir dann kleine Schwierigkeiten, da wollte sie gerne immer in einer Ecke stehen bleiben, aber das haben wir hinbekommen, sie und ich!
Dann wollte ich, dass sie zu mir in die Mitte kommt. Das hat sie nicht gemacht, also setzte ich sie nochmal in Bewegung. Dabei sollte sie dann auch ein paar Galoppsprünge machen. Das ging auf der linken Hand ganz gut, auf der rechten war es schwieriger, aber wir haben das durchsetzen können. Anschließend die Einladung in die Mitte, und sie kam! Das hab ich mit Leckerchen und anschließendem Feierabend belohnt!

Tag 10 - Mira


Mira und ich haben wieder mit einem schönen Freilauf begonnen! Er hat wieder die ersten Runden mit ganz gesenktem Hals bestritten. Dabei atmet er so ein, dass es klingt, als schnarche er. Er sieht unglaublich entspannt und zufrieden aus, der Freilauf vorm Reiten tut ihm wirklich gut! Er arbeitet mit mir aufmerksam mit. Zu Beginn höre ich dieses komische Geräusch, dass bei männlichen Pferden wohl ein Zeichen von Verspannung ist. Doch nach 2 oder 3 Runden ist das weg, kommt kurz nach dem Handwechsel auch noch mal und bleibt dann weg.
Beim Reiten ist es zwar nicht ganz so ein Traum wie gestern, aber trotzdem immer noch mehr als schön! Mit dem Traben klappt es herrlich, allein, auf der rechten Hand wird er in einem Moment plötzlich sehr schnell und kürzt die Kurve so ab, bzw verlässt den Hufschlag so plötzlich, dass ich fast das Gleichgewicht verliere! Aber ich fange mich wieder, und den Rest der Zeit achte ich besonders darauf, dass er mir auf dem Hufschlag bleibt.
Nach dem Reiten mache ich nochmal einen „Kurz-Freilauf“, denn ich habe das Gefühl, dass er noch zu viel Bewegung in sich hat, die nicht raus konnte. Und richtig, sobald er frei ist, trabt er ganz schnell los. Er hat nochmal kurz dieses Geräusch, das aber nach einer Seite , also wirklich ganz schnell, weg ist. Ich lass ihn die Hand wechseln, da das gleiche Spiel. Zufrieden beenden wir die Arbeit!


Beim Betrachten der Fotos und Videos von Mira und mir stelle ich fest, dass ich mit den Unterschenkeln beim Trab viel wackel und auch nicht diese Falllinie einhalter, die der Reiter eigentlich bilden sollte....