dimanche 1 juillet 2007

Tag 14 - Flitzer


Ich darf auch Flitzer unter meine Fittiche nehmen! Er war der einzige aus der "Kindergartengruppe", der noch "niemanden" hatten....
Ich gehe zu ihm in die Box und teste aus, was ich darf... Er lässt sich ganz lieb aufhalftern, er bleibt ruhig am Strick stehen, selbst, als ich ihn anbinde, bleibt er gelassen! Ich kratze ihm den Kopf - Genuss seinerseits pur! Er hält den Kopf sofort tief und schief, die Augen halb geschlossen... Auch beim Putzen bleibt er ruhig, nur, als Mira ihm in den Hintern beißt, ist kurz (verständliche) Unruhe angesagt!
Ich freue mich auf die kommende Arbeit mit ihm!

Tag 14 - Pinocchio


Pinocchio und ich konnten das Tensenproblem lösen - zumindest für diesen Tag,und ich hoffe, das hält an! Wir haben Kopfstück und Gebiss an einer Stelle getrennt, dann erst das Kopfstück aufgezogen, anschließend das Gebiss ins Maul gegeben. Während man sonst nach dem Einführen des Gebisses an Pinocchios Kopf hing, weil er ihn hoch riss, man aber ja noch das Kopfstück überziehen musste, war es jetzt alles sehr ruhig. Man muss nur das Gebiss halten und warten, bis er ruhig wird; ich bin sehr zufrieden! Beim Abtrensen haben wir ebenfalls diesen Weg gewählt, es ging auch problemlos!
Ich habe Pinocchio wieder mit den längeren Steigbügeln geritten, da ja eine Vermutung war, dass meine Schmerzen von den zu kurzen Steigbügeln kommen. Es hat sich gezeigt, dass das wohl der Grund war. Ich hatte mit den längeren Bügeln keinerlei Schmerzen - nur wieder meine üblichen Probleme mit den Steigbügeln beim Aussitzen. Heute durfte ich zum ersten Mal angaloppieren üben!!! Ich war ganz gespannt, wie das wird! Wird Pinocchio angaloppieren, wie werde ich sitzen, falle ich runter.... Ja, er galoppiert an, stellte ich fest, und was für ein Galopp! Frau Sander hat ihn schon für den Schaukelpferdorden vorgeschlagen! Weich, ruhig, willig! so kann ich das beschreiben! Beim ersten Galopp hatte ich die Schultern zu weit vorne, beim zweiten war es wohl schon besser... Ich merke, dass mir auch im Galopp die Beine weit nach vorne rutschen; beim englischen Sattel würden sie durch die Ausbuchtungen an den Knien gehalten, beim unserem Sattel nicht....
Ich muss eine Lösung für meine Beine finden...

Tag 13


Frei! Frei! Frei!
Zeit für Kultur, ob in Stein gemeißelt oder in die Ohren gehaucht.... Hat gut getan! Jetzt ist der Kopf wieder frei für die Pferde!

Tag 12 - Mira

Mira und ich legen heute eine Reitpause ein, habe ich beschlossen. Ich habe festgestellt, dass mein rechtes Bein immer weniger weh tut, und ich möchte ihm Schonung gönnen. Nicht, dass es auf Mira noch weh tut, ich deshalb in Schonhaltung gehe und mir auf Mira einen anderen Sitz angewöhne, der schlechter ist.... Vor allem auch mit dem Gedanken, dass ich ihm nicht meine Schmerzen übergeben möchte... Ich bin zu sehr überrascht, wie hier sich hier Pferde und Menschen gegenseitig was spiegeln, da bleib ich lieber unten!
Ich lasse Mira im Freilauf ohne Halfter, er hat eine Stelle hinterm linken Ohr, wo das Halfter schubbert... Er läuft ebenfalls sehr ruhig, und, wie Anisette, wirkt er ein bisschen verträumt. Was Mira vorher nicht gemacht hat: er kommt zwischendurch bei Handwechseln zu mir in die Mitte, will schmusen.... Ich denke, er spürt, dass ich mich ihm geöffnet habe, und dass ich selber in einer solchen Ruhe bin, dass ich Schwierigkeiten habe, mich auf "Arbeit" zu konzentrieren. Wir schaffen unser Programm erfolgreich, aber wir beide sind froh, als wir fertig sind, und einfach nur Wange an Wange mitten im Viereck stehen und genießen, dass wir beieinander sind... Eine kleine Pause in unserer gemeinsamen Arbeit, die uns einander näher gebracht hat!

Tag 12 - Anisette















Anisette - was hat die heute Nacht geschluckt? Intelligenzpillen? Pillen, die das Gedankenlesen erleichtern? Ich weiß es nicht, aber Anisette hat einen Sprung vorwärts in der Entwicklung gemacht, der für mich ein Wunder ist!
Ich habe die Reihenfolge der Pferdeversorgung geändert, und arbeite mit ihr direkt nach der Pause, weil es da noch ganz ruhig ist, alle sich erst langsam auf dem Platz sammeln, noch Putzen.... Ich gehe mit ihr fast direkt von der Box ins kleine Viereck. Noch keines der anderen Pferde läuft rum, wir haben Ruhe um uns. Anisette schreitet gelassen ins Viereck, wir beginnen mit der Arbeit. Die ersten 10 min (!!!) läuft sie fast durchgängig im Schritt! Das Pferd hat eine Ruhe und eine Aufmerksamkeit, ich kann es kaum glauben! Sie setzt die Hufe wunderschön unter den Schwerpunkt, so akkurat, wie ich es noch bei keinem Pferd beobachtet habe. Nur 2x fällt sie in Trab, und zwar zuerst, als auf den großen Platz ein Pferd kommt, dann noch mal, als das Pferd auf dem anderen Platz in den Galopp geht. Ansonsten hab ich das Gefühl, sie genießt es, ganz in Ruhe und konzentriert zu gehen... Ab und an hab ich den Eindruck, sie träumt ein bisschen.... als ob sie an etwas denkt, und kurz in einer anderen Welt ist... das merke ich so 3 oder 4 mal. In solchen Momenten wird sie langsamer, wirkt, als ob sie gar nicht sieht, wo sie gerade ist... Bei Menschen kenne ich diesen Blick auch; der Mensch ist körperlich anwesend, aber geistig ganz woanders. In diesen Momenten kann es passieren, dass sie stehenbleibt... Ich ertappe mich, dass ich wahrscheinlich vor solchen Momenten selber geträumt habe, einfach dieses Pferd nur noch bewundert und "genossen" habe...es reicht ein leichtes verbales "Hallo", und sie geht weiter. Im Trab geht sie ebenfalls wunderschön, ganz befreit... Ihr Schweif wird wunderschön gehoben... Jeden Handwechsel, bzw die Ankündigung, bemerkt sie sofort und reagiert einwandfrei darauf... 2x üben wir Angaloppieren, auch das gelingt schneller, als die letzten Male.... Ein Traum! Mein Traum!
Ich merke, wie sehr ich dieses Pferd liebe. Frau Sander und ich haben darüber eine Unterhaltung; ein Pferd zu sehr lieben kann dazu führen, dass man es nicht erzieht, und damit ist ihm kein Gefallen getan. Ich kenne das Problem aus der Hundewelt. All diese Hunde, wo das Herrchen / Frauchen eigentlich wollte, dass der Hund an der Straße "halt" macht. Das macht er nicht, aber Herrchen / Frauchen schmeißt das Leckerchen dem Hund noch hinterher, weil er es doch so gerne mag, und der Hund ist ja auch sooo süß wenn er über die Straße brettert und mit dem anderen Hund dort spielt... Meinen Hund liebe ich über alles. Genau deshalb muss er gehorchen, denn wenn ich ihn nicht so erzogen habe, dass er an der Straße "halt" macht, dann wird er vielleicht überfahren. Genau so seh ich das auch mit Kindern, Pferden... und auch mit Lieblingspferden. Wenn Anisette eine Chance haben soll im Leben, dann muss sie liebevoll UND korrekt erzogen werden. Und diese Chance möchte ich nicht verbauen.
Anisette scheint zu verstehen, wie viel sie mir bedeutet. Abends warnt sie Flitzer, der sich mir nähert und mich beschnuppern will... als er es wieder versucht, schnappt sie nach ihm, da er nicht verstehen will, beißt sie ihn fort, um gleich wieder zu mir zu kommen und mich zu beschnobern... Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung. So traurig ich auch am im August in Berlin sein werde.

Tag 12 - Secret Taboo

Secret Taboo war zu Beginn des Führens an der halblangen Longe etwas schnell, hat sich dann aber "eingelaufen". Mir ist aufgefallen, dass sie teilweise ein bisschen stolpert mit ihren Beinen, eine leichte Unsicherheit beim Aufsetzen der Hufe zeigt. Trotzdem tritt sie sehr oft schön unter den Schwerpunkt. Frau Sander meint, das hat mit ihrem Körperbau zu tun. Beim Reiten zeigt sie diese Unsicherheit nicht!

vendredi 29 juin 2007

Tag 12 - Pinocchio

Mit Pinocchio habe ich heute neue Aufgaben begonnen. Frau Sander meinte, dass mein "nach hinten rutschen" im Trab daran liegen könnte, dass er mich nach hinten schiebt. Denn ein Pferd kann seinen Reiter wohl da halten, wo es einen haben möchte bzw brauchen kann. Um ihm zu vermitteln, dass er mich an der Position tragen kann, wo ich beginne, wird mit ihm anhalten und wieder anreiten mit tiefen Hacken geübt. Die Waden fordern das Schieben, die Hacken das Tragen. Diese Übung scheint ihn zu mobilisieren, ebenso wie die folgende: kleine Achten reiten. Dadurch habe ich für mich noch ein mal die korrekte Zügelführung beim Wenden klären können, ihn hat es weiter mobilisiert. Beim Wenden darf NICHT passieren, dass der Zügel über den Mähnenkamm geht, denn dann dreht sich die Wirkung des Zügels um. Es reicht wohl auch vollkommen, dass sich der Zügel durch das Wenden meiner Schulter verschiebt, stärker muss es gar nicht sein. Ich brauche bei Pinocchio allerdings die Hilfe meines Unterschenkels. Nur leicht, aber ich brauche ihn.
Ich habe leider im Trab ab den ersten Schritten einen starken Schmerz im rechten Leistenband und Gegend, schlimmer als gestern. Ich werde mit Mira ausprobieren, ob das ebenfalls bei ihm eintritt. Es könnte mit meiner Haltung im Sattel zu tun haben (v.a. das Ausdrehen der Knie und Füsse und dabei aufstehen, wenn ich leichttrabe). Auch meine stark verkürzten Steigbügel könnten der Grund sein - durch diese werden die Hacken extra stark nach unten gedrückt,und das zieht bis nach oben.... wir werden sehen! Beim Leichttraben sitze ich öfter ein Mal aus, das ist ein Tipp von Frau Sander. "Der Reiter setzt es ein, um sich beim Leichttraben gezielt auf ein Hinterbein zu setzen. In der deutschen Reiterei belastet der Reiter beim Leichttraben im Normalfall das innere Hinterbein. Wenn der die zwei Seiten des langen Rückenmuskels sich ungleich anfühlen wechselt der Reiter immer wieder das Hinterbein, bis sich beide Seiten gleich anfühlen. "
Pinocchio benötigt heute wieder mehr langen Zügel, er hat das starke Bedürfnis, seinen Kopf unten zu halten, seinen langen Rückenmuskel zu dehnen. (Ein Zeichen dafür, dass sein langer Rückenmuskel noch nicht ganz in Form ist.)
Im Viereck beim Freilauf ist es "Zucker"! So hab ich ihn selten erlebt, er läuft traumhaft! Am Ende hat er Schaum um das Maul. Dazu folgt noch ein Post zum Thema Doppelzügel. Kurzgefasst ist es ein gutes Zeichen! Was nicht ganz so schön ist: er hat, als ich ihn aus der Box holen wollte, und auch im Viereck beim Freilauf die Zunge so, dass man ein Stück zwischen den Lippen schimmern sieht. Das kann ein Zeichen dafür sein, dass er u. U. unentspannt ist, sich nicht so gut fühlt... Er mag das Gebiss nicht, und das kann immer wieder zu Problemen führen. Heute hat es zu einem Problem geführt: er hat beim Abtrensen nicht das Gebiss ausgespuckt, während ich aber schon alles vom Kopf abgezogen hatte. Ein Zeichen dafür, dass er im Maul verspannt ist, nicht gleich locker lassen kann... Er riss den Kopf hoch und geriet in Panik. Bei dieser Aktion muss er sich was verrenkt haben im Genick / Nacken / Hals.... er hat einige Momente gebraucht, um den Kopf wieder gerade halten zu können. Ich habe ihn noch ein bisschen geführt und den Mähnenkamm ausgeschüttelt, um ihm zu helfen. Ich glaube, es ist angekommen, er lief dann wieder entspannter und ging friedlich in die Box.